Sternenparties – mit Dr. Clemens Lothaller
Shownotes
Dr. Clemens Lothaller ist Facharzt für Neurochirurgie und begeisterter Triathlet. So weit, so gut – aber: in einem Nachtdienst blättert er in der Zeitung und stolpert über ein Inserat, "Kosmonauten gesucht". Ehrgeizig, wie er ist, bewirbt er sich für das Auswahlverfahren. Er hatte nicht damit gerechnet, doch Runde für Runde kommt er weiter und ist – viele harte Prüfungen später – gemeinsam mit Franz Viehböck tatsächlich einer der beiden Auserwählten, um im Rahmen der österreichisch-russischen Weltraummission AUSTROMIR-91 zur Raumstation MIR zu fliegen. Clemens erzählt von der Ausbildung in der damaligen Sowjetunion, wie es ist, in eine andere Welt zu übersiedeln und warum in Russland neben dem Kerosin schon auch eine gehörige Portion Wodka in das Triebwerk gehört.
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CREDITS
- Gestaltung: Philipp Prückl
- Musik: Arnold Graf
- Aufgenommen im Juni 2026 in Baden.
Transkript anzeigen
00:00:10: Lieber Zuhörer, Zuhäuerinnen des Podcasts heute sozusagen auf Außendienst.
00:00:17: Hab die Ehre den Doktor Clemens Lotala begrüßen zu dürfen und bei ihm im Wohnzimmer sitzen zu dürfen.
00:00:24: Hallo!
00:00:25: Clemens vielen Dank dass du dir die Zeit nimmst.
00:00:26: Sehr gerne.
00:00:27: Clemens ich stelle dich ganz kurz vor.
00:00:29: Du bist Oberarzt an der neurogerurgischen Abteilung im Donau-Spital in Wien?
00:00:35: Ja
00:00:36: Magst du vielleicht zu deiner aktuellen Tätigkeit was sagen?
00:00:38: kannst du mal so einen typischen Tag beschreiben von dir?
00:00:41: Ja, ein typischer Tag beginne ich damit dass ich meistens mit dem Zug von Baden nach Wien fahren.
00:00:46: Mit der U-Wetter in die Klinik Donnerstadt und dort um halb acht bei der Morgenbesprechung bin dann je nachdem in den OBE verschwinde oder in die Ambulanz verschwende und dort meine Abitur und je nach dem ob ich dann Dienstabodern nicht bleibe ich vierundzwanzig Stunden dort oder am Nachmittag Habe ich dann auch eine Privatordination oder gehe auch privat operieren und wenn dem nicht so ist, habe ich auch sehr viel Investition in Sport.
00:01:14: Also mache ich richtig viele Laufenschwimmern Radfahren also Drierteln und das ist so etwas was ich demweise gerne mache.
00:01:21: Also mein Tag ist eigentlich immer recht ausgefüllt.
00:01:24: Wir haben uns ja kurz schon für deinen Rennrad unterhalten.
00:01:27: Du hast nette schlechteste Equipment kann man auf jeden Fall mal sagen.
00:01:30: Ja wenn er älter wird muss das Equipement besser werden damit Wenn er mithalten kann mit den Jüngeren, das ist ja so.
00:01:38: Genau!
00:01:39: Ich habe mir was überlegt und zwar stell dir vor du bist auf einer Berufsmesse und es kommt jetzt Thema zu dir der Neurochirurgin werden möchte.
00:01:49: Üblicherweise würde man der Person dann sagen warum der Job so toll ist.
00:01:52: Ich mir dachte wir konnten das umdrehen.
00:01:54: Warum soll ich auf keinen Fall ein Neurochiurug werden?
00:01:58: Naja... Wenn du ein Problem damit hast, Entscheidungen zu treffen die manchmal auch um Leben und Tod gehen dann ist das der falsche Job.
00:02:08: Weil bei uns im Dienst oft Fälle sind mit schweren Schälen Hirntraumen oder Hirnblutungen oder auch Kindern, die sowas betrifft.
00:02:17: wenn man da ein Problem hat und nicht ruhig bleiben kann oder nicht konzentriert operieren kann und auch nicht damit fertig wird dass man vielleicht immer noch mal nicht reden kann dann wäre es der falschen Job.
00:02:28: Also das sind so die negativen Seiten, würde ich sagen.
00:02:31: Auch auch die durchaus sehr hohe Stressbelastung, die da durch entsteht.
00:02:37: Wenn man sowas nicht aushält, dann wäre es der falsche Job.
00:02:40: aber das sind sozusagen die wenigen Dinge, die negativ sind, die positiv im Überwiegend erweiten, würde Ich sagen
00:02:48: Auf deiner Website steht im Lebenslauf ab neunzehnneunundachtzig.
00:02:53: Das ist das Jahr wo ich geboren bin.
00:02:54: Es steht dann plötzlich drinnen, Kosmonautenausbildung im Sternenstädtchen in Russland.
00:02:59: Wie hat es Ihnen damals ergeben?
00:03:01: Ich war damals Thuners Arzt in der Rodel-Stiftung, also relativ am Anfang meiner Ausbildung auf die Chirurgischen Erteilung und habe einen Nachtdienst gehabt und habe damals eine kleinformatige Tageszeitung durchgeblättert.
00:03:16: Und da war ein halbseitiges Inserat drin, da ist es gestanden – Kosmonaten gesucht weil ich mich irgendwie aufs erste irgendwie komisch klingt.
00:03:26: Und da ist dann irgendwie gestanden, dass die, die sich bewerben sollten zwischen dreißig und vierzig Jahren alt sein – ich war damals sechsundzwanziger Jahre jung – sollten gesund sein, fit sein und entweder ein abgeschlossenes Hochschulstudium einer wissenschaftlichen Fachrichtung haben und Russisch sprechen oder Piloten sein und Russische sprechen oder am besten alles drei zugleich.
00:03:50: Und auf mich hat eigentlich nur das wissenschaftliche Studium zugetroffen.
00:03:53: Ansonsten nichts.
00:03:54: und außerdem war ich zu jung, habe aber gelesen dass die Bewerber so Sachen machen wie Mitfliegen mit Bundesjahrdüsenjägern und Fallschirmspringen und solche Sachen.
00:04:06: Ich war damals vom Top Gun begeistert und Star Wars hab ich sowieso immer gesehen und Star Trek auch.
00:04:12: Und eben gedacht war es irgendwie toll da mit einem Jet-Mitfliegen oder Tom Cruise.
00:04:19: einfach beworben, ohne wirklich damit zu rechnen dass man da irgendwie weiter kommt.
00:04:24: Ja ich habe das am Anfang nicht wirklich ernst genommen Aber dann wurde ich eben angeschrieben nach einer Zeit, dass ich unter den ersten, weiß nicht drei oder vierhundert die sich da ein bisschen genau angeschaut haben bin und ab.
00:04:36: dann hab' ich es auch ernster genommen.
00:04:38: Das war die Initialzündung sozusagen.
00:04:40: Dann begann halt ein Jahr lang von Auswahl-Tests Die das österreichische Bundesjahr gemacht hat Und wo dann sozusagen bis letztlich auf zwei Minuten gesiebt wurde.
00:04:53: Und das hat der ganze Jahr gedauert, hat mich sämtliche Urlaube gekostet.
00:04:56: jedes Wochenende war ich immer irgendwo habe irgendwelche Tests gemacht am Schluss waren die dann ja schon noch in Russland wie wir nun mehr sieben waren.
00:05:04: man wird dann ehrgeizig wenn man sozusagen immer weiter und immer weiter kommt.
00:05:09: dann bemüht man sich auch wirklich mitzumachen und wenn man da schon unter den letzten sieben ist dann richten Die Chance, dass man vielleicht doch diesen Job dann macht und nimmt das auch irgendwie ein bisschen ernst.
00:05:19: Aber ich gebe zu bis dorthin habe ich mir immer gedacht die werden mich sicher nicht nehmen weil da waren also echte Kappenzunder dabei für Physik, die einen Piloten schön hatten und Russisch-Tolmetscher bei Warn und solche Sachen.
00:05:30: aber es sind dann halt viele... Viele ausgeschieden wegen irgendwelchen Kleinigkeiten, weil sie irgendwo ein bisschen schlechter gesehen haben auf einem Aug oder das Herz hat bei irgendeiner Belastung einen extra Schlag zu viel gemacht und die Zähne waren nicht gut genug.
00:05:46: Es waren da viele Kleinigkeiten die Ausschlussgründe waren und ich bin immer weiter und weiter gekommen.
00:05:52: Hast du dir damals gedacht hey lustig, das probier jetzt mal?
00:05:56: Oder hat diese Faszination Raumfahrt immer schon geben?
00:06:00: Ich gehör schon zu der Generation, die ja das sehr gut gefallen hat.
00:06:03: Ja also ich kann mich gut erinnern wie ich als sechsjähriger die Mondlandung miterlebt hab damals um... Das war ja bei uns irgendwann um eins oder zwei oder drei in der Früh, da bin ich vor dem Fernseher gesessen.
00:06:16: Ich habe einen Raumschiff Interpress geliebt und aufhohnt oder was auch immer.
00:06:20: Also es hat mich immer fasziniert und fasziniert mich eigentlich bis heute.
00:06:24: nur Habe ich nie jetzt im Sinn gehabt, wie wir mal erst dann out werden.
00:06:28: Also das war jetzt nicht so mein Plan.
00:06:31: Jetzt mittlerweile wäre es eines der Dinge die mir in meinem Leben sozusagen auf der Bucketlist fehlen würden dass ich immer in den Weltraum fliege.
00:06:38: also das... wenn mich mehr fragt würde ich sofort machen.
00:06:41: aber ich glaube es fragelt mich keiner.
00:06:43: Es zeigt vor allem keiner ja.
00:06:45: Mir ist eine lustige Geschichte eingefahren beim Heerfahren Grimms Münster mei Heimatort da war er immer deshalb ein Kind.
00:06:52: Ich bin interessiert da hat's ein Schild gegeben der Weltraumschneider Und man hat dann gesagt, er hat einen österreichischen Raumfahrer gegeben und für den hat der den Anzug schneidert.
00:07:00: Ich weiß jetzt den Namen nicht, aber der hat auf jeden Fall für die Mission... Das müssen wir vielleicht auch nur erwähnen, Austromie-Aufzüge hat die Kassen.
00:07:09: Für die Du und Franz Viehböck, wie du es gerade beschrieben hast, ausgewählt wurden.
00:07:16: Der hat die Anzügel dafür geschneidert genau.
00:07:18: Und was ich mir auch gedacht habe, Austro-Mie-Einundneunzig Das österreichisch-russische Kooperation eigentlich heute undenkbar?
00:07:27: Ja, es war damals eigentlich noch Sowjetunion.
00:07:30: Also für mich damals schon etwas sehr Spezielles als sozusagen ein bisschen verwöhnter Bub aus dem Dreizehntbezirk in Hitzink in die Sowjetion zu gehen.
00:07:43: Für zwei Jahre war also ein echter Schnitt muss ich sagen.
00:07:47: Meine Eltern haben das Gefühl gehabt, ich würde etwas aufgegessen oder was auch immer.
00:07:51: Aber es war neunundachtzig schon eine Umbruchsstimmung, da war es schon geäubert.
00:07:55: Es war eine Öffnung da.
00:07:57: aber trotzdem für mich der ich eine ganze Schulzeit und Studentenzeit damit aufgewachsen bin, dass dort drüben das Recht des Bösen ist, was schon irgendwie spannend und anders.
00:08:08: Und wie wir dann hingekommen sind war so definitiv wirklich anders.
00:08:12: also nicht nur ... Alles was mit der Ausbildung da zu tun hat, das zu sehen und auch das normale Leben.
00:08:18: Das war schon wirklich echt schräg und skurril.
00:08:22: Wobei ich jetzt sagen muss also für mich die Russen damals immer wahnsinnig nett freundlich, lieb gute Freunde.
00:08:28: Ich habe auch jetzt nach wie vor noch gute Freunde dort.
00:08:30: Also ich könnte nie etwas Schlechtes über Russland sagen obwohl dieses Land jetzt einen Ankäufskrieg gegen die Ukraine führt.
00:08:38: aber für mich sind jetzt nicht die Russende die bösen sondern es ist einfach deren Der Präsident der Böse.
00:08:45: und so ist es leider in vielen Ländern, dass das Volk nicht dafür kann.
00:08:49: Dass es da irgendwelche Anführer gibt, die mit ihnen machen was sie wollen.
00:08:53: Dass ich mich dort zwei Jahre lang sehr wohl gefühlt bin auch lustigerweise.
00:08:58: Ich habe mir einen Ordner bekommen dann am Ende dieser zwei Jahre.
00:09:02: Einen sowjetischen Ordner, also der höchste, den ein Ausländer verliehen wird.
00:09:06: Das ist der ordentlich truschbaren Ort auf.
00:09:07: Das heißt für Völkerfreundschaft wie er heisst Und den haben der Franz und ich bekommen im Dezember.
00:09:16: Das war die letzte Ordensverleihung, die es in der Sowjetunion gab.
00:09:20: Es waren nämlich ab jener Zweihneinzehn gab sie sowjetunion nicht mehr.
00:09:23: Das waren dann später die GUS, die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten Und wir haben damals in Creme von Gorbatschow diesen Orden bekommen und waren bei dieser Ordensverleihung die beiden Letzten, weil wir im Ausländer waren, die ihren Orden bekamen.
00:09:35: Ich will überhaupt der Letzte zuerst vor der Fanz.
00:09:37: Also ich bin der letzte Mensch, den er in den sowjetischen Orden bekommt hat.
00:09:41: Hab eine Ero-Handlinge!
00:09:43: Soll ich mal dann nur inspezieren?
00:09:45: Ja
00:09:45: ja, mit Hamon Sichel.
00:09:47: Ihr
00:09:49: wart hier in diesem Sternenstädtchen, hast du es?
00:09:53: eben auf Wikipedia durchgelesen, das war so von einer Mauer umgeben und ganz abgeschirmt.
00:09:59: Die darf nicht einfach jeder rein... Und da war das Ausbildungszentrum angesiedelt.
00:10:05: Kannst du das mal beschreiben dieses Sternestädchen?
00:10:08: Ja also im Prinzip ist das ein Luftwaffenkaserne die ganz in der Nähe des, glaube ich eines der größten sowjetischen Luftfahrtschutzpunkte liegt.
00:10:19: Bissle östlich vom Moskau.
00:10:21: Also man durfte auch Damals von Moskau in diese Richtung, Moskauer auch gar nicht verlassen.
00:10:27: Also wenn man mit dem Auto da rausgefahren ist... ...auch die Russen brauchten einen eigenen Ausweis in die Richtung wie auch wir haben auch einen gehabt.
00:10:35: Wir sind oft auf selber hier aber dort ein Autoch dann ein eigenes Kapitän sind oft nach Moskow rein.
00:10:40: Aber wenn man rausgefangen ist muss das dann aus ist und um in Sterne städtchen reinzukommen erst recht Da musste man nur mit eigenem Ausweis und auch innerhalb des Sternestädtchens gab es dann eine Hierarchie.
00:10:51: Also da konnten nicht alle überall hin, also wo die Zentrifuge ist, die Simulatoren, die Sportanlagen, die Speisesaal, alles was sozusagen nur für die Astronauten oder Kosmonauten und die den Ausbildung sind.
00:11:05: Das war speziell noch einmal abgeriegelt und es haben dort gewohnt ungefähr sechstausend Leute zu diesen ganzen Ausbildnern und Technikern, Ärzten.
00:11:15: Und was weiß ich?
00:11:16: Alles die Familien noch dazu.
00:11:17: Also die waren Frauen, Kinder
00:11:19: etc.,
00:11:20: und halt auch eine Infrastruktur.
00:11:23: Ein Supermarkt, wobei das Supermarkt Sowjetunion ist eine eigene Geschichte.
00:11:29: Auch da gab es... Das kommunistische System, dass sich adaptiert umführt haben wir damals erlebt.
00:11:37: Es gab dort einen Supermarkt für alle Im Sternenstädtchen dann einen Supermarkt für die Kosmonauten.
00:11:44: Da gab es schon mehr Sachen, also da gab's dann schon, weiss nicht, tiefgefrorenes Händler aus Ungarn, Tomaten aus Georgien und Obsters, weiß ich nicht, Bulgarien und so... Und dann gab es einen Supermarkt für die Cosmonautinnen, die schon geflogen sind, die im Weltraum waren.
00:11:59: Die haben auch alle einen schwarzen Volker bekommen mit einer Nummer hinten drauf, die Nummer war sozusagen die Zahe Die wievielten Kosmonauten waren im Weltraum.
00:12:08: Das über mich hat z.B.
00:12:10: die Valentiner Tereshkova, der nur vier Gottwäser wäre übtifiert in der ersten Frau im Weltraum und so.
00:12:15: Und da gab es einen eigenen Supermarkt für die Geflogenen und Ausländer, die dort waren.
00:12:21: In unserer Zeit waren wir dort zwei Eingränder, zwei Japaner und zwei Deutsche und dann auch zwei Franzosen.
00:12:27: Die haben sie sozusagen bevorzugt.
00:12:28: Wir tusten auch in diesen Supermarktwurz schon die Geflogenen einkaufen dürfen.
00:12:32: und da gab es alles, ja?
00:12:34: Also alles!
00:12:35: Aber ihr ist nicht viel.
00:12:37: Ja also dort gab's Wodka und Kaviar und Fleisch und alles Pipa-Po für nichts.
00:12:44: Für Nichts.
00:12:44: Ich kann mich erinnern ich hab dort eine Katze gehabt.
00:12:47: was es in Russland damals nicht gab war Katzenfutter.
00:12:50: Das haben die nicht gekannt in Russlands.
00:12:53: Was über ihr sind?
00:12:54: günstig?
00:12:54: der ganze gekriegte war Kavia Für gar nichts und ich hab kein Kassel, die hat meine Katze nicht mehr.
00:13:00: Ich weiß, wenn ich auch eine Katze höre.
00:13:05: Es war teilweise echt skurril.
00:13:08: Ja also so war der Sterne stetig und im Prinzip so Plattenbauten ist es ja noch immer nach wie vor.
00:13:13: Also ich war das letzte Mal dort... ...zwei tausend vierzehn?
00:13:18: Genau!
00:13:18: Hat's doch immer ganz genauso ausgeschaut.
00:13:21: Auch die Amerikaner und alle die mit den Russen mitfliegen trainieren nach wie fort dort.
00:13:26: Also das hat sich irgendwie kaum verhindert.
00:13:28: Die Simulatoren sind jetzt natürlich neuer, aber ansonsten schaut es noch immer so aus.
00:13:33: Katastrophale im Prinzip... Aber verhossische Verhältnisse damals ist nicht schön.
00:13:38: Also die Kosmonaten, eigene Schwimmbad, eigene Sauna, Tennisblätze, all diese Sachen.
00:13:49: Kliemannsvermaßung interessant!
00:13:51: Hauptsächlich in dieser Zeit seit sie dann bezahlt worden, wer hat das?
00:13:56: Wir waren angestellt des Wissenschaftsministeriums.
00:13:59: Auch das war eine sehr typisch österreichische Beamtenlösung weil Sie wussten nicht als was Sie uns einstufen sollen, weil es im Kosmonauten noch nicht gab.
00:14:10: die damalige Regierung, wir waren das Warnitzgemuck glaube ich Ministerposten frei.
00:14:20: Die haben nicht alle Minister besetzt, die zu besetzen waren und haben uns dann Ministergehälter gegeben was eigentlich für uns echt wenn man gut bezahlt ist würde ich jetzt gar nicht leugnen.
00:14:35: vor allem die Lebensarktungskosten im Stehnetz-Dädchen waren mehr oder weniger null.
00:14:41: also wir haben dort eine Wohnung zur Verfügung gestellt bekommen eben in dem Haus wo schon die geflogenen Kosmonauten waren Ich würde mal sagen, das war so von hundred forty Quadratmeter oder so und haben sechzehn Rubel Mitte gezahlt.
00:14:54: Wobei damals der offizielle Wechselkurs war... Wenn man zu einer Bank gegangen wäre in Moskau hätte man für einen Rubel sechs Dollar zahlen müssen.
00:15:03: Auf der österreichischen Botschaft oder auf der Straße hast du damals für einen Schilling zwei Rubel bekommen.
00:15:10: Also es waren eigentlich War ein Rubel-Fünfzig Groschen.
00:15:15: Und ich habe die Sechznugel mitgezeigt, also acht Ginink für heute fünfzig Cent.
00:15:22: Miete war meine monatlichen Lebenserhaktungskosten und Frühstückmittagabendessen wurde uns in der Kantine zur Verfügung gestellt und ansonsten konnte man dort nichts ausgeben.
00:15:33: Also auch wenn man gerne ausgegeben hätte es gab nix.
00:15:37: Es gab in Moskau ein Geschäft.
00:15:39: Es war ein finnisches Geschäft.
00:15:41: Dort haben die ganzen Diplomaten eingekauft, da gab es sozusagen wie ein westlicher Supermarkt.
00:15:45: Also dort hast du was ist ich?
00:15:48: Coca Cola und solche Sachen bekommen.
00:15:50: Damals wichtig als Bestechungsmittel Zigaretten.
00:15:55: Micro-Zigaretten hatten wir immer eine Stange im Auto.
00:15:58: hinten liegen bei jeder Verkehrskontrolle bevor du denen lang irgendwie erklärt hast ob du jetzt so schnell bist oder ob du da fahren darfst bevor den Ausweis hat weil wir hatten westliches Auto werden.
00:16:08: eine Buch gehe Auch die Ausländer, wir haben ein gelbes Kennzeichen gehabt.
00:16:11: Nicht so wie die Russinnen weiß es.
00:16:13: Es war schon das Auto anders auf dem Kennzeichern überhaupt.
00:16:16: Die hat die Polizei gerne aufgehalten.
00:16:18: Wenn sie dann irgendwas gefunden haben und so... Wir haben schon manchmal gewusst, wie wär'n jetzt da aufgehakt?
00:16:23: Dann wirklich nur die Scheibe runter und das Backelmalber raus geht und sagt Tschüss!
00:16:27: Oder tanken mit Malbrot-Sigaretten.
00:16:30: Wir hatten eine Geschichte nichts mit Kassonaten da sein zu tun hat.
00:16:36: aber das war ein Diesel gab es damals in Moskau fast nicht bei normalen Tagstellen, weil die alle Autos waren Benzin und auch die LKWs groß sind als Benziner.
00:16:47: Weil's in Russland so kalt ist und der Diesel dort schlecht ist.
00:16:51: deswegen haben nur die ultragroßen LKVs die haben Diesel gehabt, sonst war alles Benzin.
00:16:57: Jetzt war kaum irgendwo Diesel zu kriegen und was wir gemacht haben ist auf der Straße stehen geblieben also zwischen Moskauen und Sternestädtchen.
00:17:04: Du hast gewartet, bis so irgendein riesiger Militär LKW vorbeigekommen ist.
00:17:08: Also Luftwaffe im Lkw ist aber mit acht Doppelrädern.
00:17:12: Anhalten in der Winkel sind die oft stehen geblieben und uns aus irgendeiner von den Soldaten, die dort oben gesessen sind... Geh, fühl mich voll.
00:17:19: Das war denen völlig wurscht.
00:17:21: Wir haben da, wer sind, die fünftausend Liter trinkert oder so und mit dem Schlag angezogen am Flaggeschlag.
00:17:26: Hab dich voll gefühlt und das ist der Bagel-Meilbrug eben nicht im Alter gefahren.
00:17:29: Also es war das Dank.
00:17:32: Echt skurril damals.
00:17:35: Wahnsinn!
00:17:36: Lassen Sie mal zur Ausbildung kommen gehabt.
00:17:38: Das ist ja was natürlich... Wie ist das schon öfter gefragt worden sein?
00:17:42: Was, wie waren denn die Ausbildungen?
00:17:43: Was musstet ihr machen?
00:17:44: Was haben du unter Franz in der Zeit?
00:17:47: Klären, was muss ein Kosmonaut lernen überhaupt in der Zeit?
00:17:50: Das Wichtigste war mal Russisch.
00:17:52: Also wir konnten eigentlich beide nix... Wir haben zwar drei Monate bevor wir rübergeflogen sind so bei uns ein bisschen einen Sprachkurs gemacht aber das hat überhaupt nicht gefruchtet.
00:18:02: Aber wenn du dann drüben bist und es kann kein Mensch irgendwas anderes wie der Deutsch noch Englisch gar nichts.
00:18:09: Es geht dann schnell.
00:18:11: Ja, also du machst mit den Leuten Sport.
00:18:13: Als erstes lernst du die Schimpfworte.
00:18:15: Bei Fußball spielen oder was auch immer.
00:18:17: Du kriegst beide mal die Sch Impfworte mit!
00:18:19: Wir hatten eine Professorin von irgendeiner Uni in Moskau.
00:18:24: Die hat mit uns... Das war die ersten fünf Monate.
00:18:28: da haben wir jeden Tag am Vorweitergang im Nachmittag zwei Stunden russisch unterricht gehabt und das ging dann relativ flottern.
00:18:33: Wir mussten ja auch schreiben auf Russisch.
00:18:36: Weil dann die ganzen theoretischen Fächer wie Ballistik, Navigation, kosmische Medizin... ...dann der Aufbau des EU-Raumstiefes, der Raumstation etc.
00:18:46: Das mussten wir alles mitschreiben!
00:18:48: Die haben damals nichts kopiert.
00:18:50: Die haben zwar Unterlagen gehabt aber die haben nicht gewusst.
00:18:53: ist das jetzt geheim oder nicht geheim?
00:18:55: Also die haben uns nichts Schriftliches bekommen sondern die haben auf den Staffel geschrieben, gezeichnet und uns angesagt und wir haben das mitgeschrieben Und mussten ja auch Prüfungen dann darüber machen und so.
00:19:06: Das war das um-und auf, aber erstens wie gesagt wir hatten fast jeden Tag Sport also mit Schwimmen und Krafttrainingen und Fußballspielteilen spielen und so was da alles war, dann sind wir nachher oft in der Sauna gesessen die Bischofs ist und wenn es dann zusammen sitzt das geht schnell!
00:19:24: Und die waren so gastfreundlich auch, wenn sicher zwei, drei mal die Woche irgendwo einklären bei unserem Trainer oder unserem Arzt oder anderen Kosmonauten Am Abend eingeladen und es geht relativ rasant.
00:19:36: Und ich würde sagen, nach einem halben Jahr haben wir schon halbwegs gut gesprochen.
00:19:42: Nach einem Jahr war ich echt fließend.
00:19:45: Ich bin jetzt auch... Ich komme sehr schnell rein wenn ich mit Russen wieder rede.
00:19:49: Bin ja schnell drin.
00:19:49: Es fiel mir zwar manche Vokabeln aber wir waren damals dann wirklich recht gut.
00:19:55: Wobei ich sagen muss das war ein Fachrussisch.
00:19:57: Also es war halt mit sehr vielen Spezialausdrücken.
00:20:01: Wir haben nie gelernt, eine Pushkin oder Toy Story zu lesen.
00:20:06: Literatur ist wiederum sehr schwierig.
00:20:09: Die russische Grammatik ist sehr schwierig mit den Sexfällen und sie macht wahnsinnig viel Worte.
00:20:15: Wenn es ein russisch-dautscher Wörterbuch ist so... Es gibt extrem viele russischen Wörtern.
00:20:23: Was der Literatur betrifft, da bin ich sicherlich nicht firm und was auch nicht aber das sind die Russen teilweise selber angezogen Und da das auch so ein Vielvölkerstaat ist, sind die auch nicht zu kritisch wenn man in einer Grammatik nicht so gut ist.
00:20:37: Also sie haben welche die nicht gewusst haben was ich bin oder woher ich bin, die haben immer geglaubt ich bin im Beide.
00:20:44: So Bestland-Lettern, Litern und so vom Akzent her.
00:20:46: Jetzt
00:20:47: hast du gesagt weil sie theoretisch war natürlich dann viel Sport habt ihr ja auch wahnsinnig viel machen müssen?
00:20:52: Ist wahrscheinlich darum gegangen dass Sie einfach fit
00:20:54: sind?
00:20:54: Genau.
00:20:54: also es wird jetzt von Kosmonauten nicht verlangt dass sie irgendwie ganz speziell irgendwas können in eine Richtung.
00:21:01: Aber es gab schon so Limits, also zwei Minuten mussten wir unter Wasser bleiben können.
00:21:06: Fünfzig Meter tauchen... was war denn auch mindestens zehn Klimzüge?
00:21:12: Solche Sachen.
00:21:12: Also irgendwelche Laufdistanzen einer gewissen Zeit aber das konnte man üben und dann hatte man ein paar Versuche und das war eigentlich nicht so dramatisch.
00:21:22: Man muss jetzt nicht außergewöhnlich irgendwas sein, aber es war sportregelmäßig dabei.
00:21:27: Und dann kam natürlich auch so praktisches Training, nicht so Überlebens-Training war dabei.
00:21:33: Was passiert wenn die Sojuskapsel irgendwo in Sibirien landet?
00:21:37: Nicht wie vorgesehen in Kazakhstan sondern irgendwo im Winter, irgendwo in Sybirien oder irgendwo anders.
00:21:42: was eben schon passiert ist dass sie welche ein paar Tage lang nicht gefunden haben und die dann überleben mussten.
00:21:49: Und das ist auch in der Sojuf-Kapsel heutzutage noch eine Überlebensausrüstung drin, also da ist ein Schroppflinte drinnen, dass dich gegen Bären oder Wölfe verteidigen kannst und da Angelzeug ... Das übst du?
00:22:01: Also die setzen dich aus mit einer Landekapsel im Wald in der Kälte und du musst dort drei Tage als Team schauen, damit was da drin ist irgendwie dich zurechtfinden lässt.
00:22:12: Auch das war wiederum sehr haussisch!
00:22:14: Es war vieles so an Papier streng und in Wirklichkeit gar nicht so.
00:22:19: Beispielsweise, wenn ich so erzähle, dass einfach so Geschichte leihen, ja?
00:22:24: Beispielsweise Winterüberlebens-Training.
00:22:26: da haben sie uns eben im Sternestädtchen, das war glaube ich im Jena, in so einer Landekapsel, dem es vorgeheizt wird, die kommt ja gerade aus den Wäldern runter ist durch die Atmosphäre durch Hitze, Schild
00:22:37: usw.,
00:22:38: jetzt heißt auf so einem riesen Lkw in einen Wald in der Nähe vom Sternestätzchen gekart Auf die Seite gedreht, also wir sind da umdringlich in den guten Raumanzug.
00:22:48: Und dann hat es weggefahren und gesagt okay, wir kommen in drei Tagen, dann finden wir euch!
00:22:54: Gut, haben uns dort abgeschnallt und dann haben wir mit dem Fallschirm erzählt gebaut... ...und jetzt sind dann in der Raumkapsel auch so Wärmeanzüge drinnen, also so Anrager und alles Mögliche und haben dann ein Feuer gemacht, Lagerfeuer usw.
00:23:09: Tatsächlich war's dann aber so das Zick andere von unseren Kollegen, also unser Trainer und so weiter.
00:23:14: Die haben gewusst dass wir jetzt Winterüberlegungs-Training machen und die haben euch genau gewusst wo wir sind!
00:23:19: Wir sitzen ja in der Nacht beim Lagerfeuer und kann da irgendwelche Trocken, Nahrungskugeln oder was auch immer... Drei, vier Leute da her aus dem Steinenstedtchen.
00:23:30: Wir haben gebraucht und die Brauchts auch ein bisschen Stärkung.
00:23:33: Da haben wir gesagt Spieße mit Fleisch, Wodkaflaschen-Dinge... Und jetzt sind wir da gesessen die ganze Nacht und haben gekrildert Wodka gedruckt und was auch immer.
00:23:41: Die Frühe waren sich da weg!
00:23:42: Die Ausbildende wussten das natürlich, haben aber die Augen zugemacht und so.
00:23:48: Also das sind dann so öffentliche Geheimnisse?
00:23:53: Aber sie haben den Winter überleben.
00:23:54: Sie haben das alles gemacht.
00:24:00: Das ist bei vielen so.
00:24:03: Im Wildraum strengt das Alkoholverbot und so.
00:24:06: Schmecks, also wir haben vor dem Start in der Original-Raum-Kapsel, ich war in der Reservemannschaft, da haben wir uns ins Original-Rahmschiff hineingesetzt unten in Kaslastan im Balkonur.
00:24:17: Da dürfen beide Kurs noch einmal sich reinsetzen und sagen, weil es halt da ist irgendwie ein Kanton, die stirbt mich schläfste auf oder so immer... Es war zwei Tage vom Start und da ist natürlich auch alles Milch an Essen, Trinken etc.
00:24:29: drin, weil es ein Zeit lang dauert bis die an der Raumstation mir antucken.
00:24:33: Und haben wir in unseren Raumberzücken unten den Wodka und Kornelflaschen trinkt.
00:24:40: Das hat so scheppend hingegangen!
00:24:43: Alle Ausbildner haben das gehört oder gewusst?
00:24:48: Ich war damals mit meinem Kommandanten.
00:24:50: Wir haben Alexander Wiktarenko und ein Kassakewürsner, die wissen wir dahinein leider.
00:24:54: Das sind beide schon gestorben.
00:24:56: Und haben das Saft den Orange da ausdrunken und mit so einem kleinen Filter den Vodka eingefüllt zugeschraubt oder hineingetaniert.
00:25:03: Also wir haben ausgedauscht Ruchsaft mit Vodka auch das checken die natürlich.
00:25:09: Aber das ist offiziell streng verboten bis Vinitstaat!
00:25:12: Und ich weiß nicht, dass... Ich glaube so hat die ganze Sowjetanon funktioniert.
00:25:16: Dass ihr es nicht für einfach verboten war aber trotzdem gemacht wurde.
00:25:20: Das
00:25:24: erzähle ich ja in dieser berühmten Zentrifuge einmal gesessen
00:25:27: und glaubst du auch?
00:25:28: Ja öfter!
00:25:29: Es gibt im Sternestädtchen zwei Zentrifugen.
00:25:32: eine wirklich große, das ist überhaupt der Größte auf der Welt gibt, die kann bis zu dreißig G machen.
00:25:40: allerdings das ist jetzt nur Das gibt nur für Material-Sachen.
00:25:43: Also das ist ein ganz tolles Mensch nicht?
00:25:44: Was schafft der Mensch?
00:25:46: Wir haben acht, also bis in den Auswahl, die letzten sieben waren drinnen, das sind zehnte Fuge.
00:25:51: Das ist acht G für ich glaube vierzig Sekunden.
00:25:55: Da muss dann so eine eigene Atemtechnik haben.
00:26:00: Bei Apfap fünf darfst du dem Brustkopf nicht mehr zusammenfallen lassen.
00:26:06: Du sollst nicht ganz ausatmen sondern... Sie sagen die immer an, wie viele jetzt hast und wie viel kommt.
00:26:12: Und ab fünf atme ich es tief ein und tust dann nur noch so durch den Bauch eine Hechtatmung machen.
00:26:18: das geht dann aber wenn du ganz ausatmest kriegst keine Luft mehr rein bei acht also da bist du schon ziemlich blatt.
00:26:25: Bei einem normalen Raumflug ist er beim Start drei bis vier und bei der Landung bis fünf.
00:26:30: also acht kommt eh nie Aber es wird bis acht getestet und wenn du da Rhythmusstörungen hast dann kommt Fricks das im Programm.
00:26:39: Also es war auch einer der letzten sieben Kandidaten bei uns, da war einer, der ist genau deswegen ausgeschehen.
00:26:46: Was
00:26:46: ich eigentlich auch sehr interessant gefunden habe, so ein Foto gesehen eben von den letzten... also letztens mal die letzten, sogar die Endauswahl, die letzten fünf
00:26:54: oder?
00:26:54: Sieben waren wir da drin.
00:26:55: Sieben!
00:26:56: Da waren jetzt auch voran dabei.
00:26:57: Das mich überrascht ja.
00:26:58: Das
00:26:58: waren unsere... Eigentlich wie wir später dann erst erfahren haben, die End-Auswahl war zwischen den beiden und uns beiden.
00:27:06: Die Russen haben es auch offen gelassen.
00:27:08: Also die Russinnen haben gesagt, es wären die zwei genauso geeignet wie wir zwei.
00:27:12: Die Österreicher haben das dann entschieden.
00:27:15: Warum darfst nicht mich fragen?
00:27:17: Das weiß ich nicht!
00:27:18: Du und der Franz Fieberg, ihr wurdest jetzt letztlich ausgewildert?
00:27:22: Dann wird sozusagen ein Hauptteam unter Reservemannschaft gebildet.
00:27:27: Ja aber das war erst sozusagen drei Monate vom Staat also im Mai.
00:27:34: Wir sind im Jänner neunzig rüber und eineinhalb Jahre lang haben wir nicht gewusst, welcher Mannschaft zugedeilt wird.
00:27:41: Und wir hatten dann die Ausbildung, sehr viele Prüfungen gehabt in den ganzen Tests etc... Es war bei den Mannschaften davor, also speziell bei den Japanern und den Engländern, so dass die Russen gesagt haben, wer ihnen lieber ist, wär besser geworden aufgrund der Prüfungsergebnisse etc.
00:27:59: Bei uns war es effektiv so, dass die Russe gesagt haben das sind beide Daulich und die Österreicher sollen es entscheiden.
00:28:05: Und das wurde dann letztendlich im Mai, also drei Monate vom Flug.
00:28:10: Damalige Wissenschaftsminister war.
00:28:12: der Bussektor hat das uns mitgeteilt.
00:28:14: Da wurde da Franz dann sozusagen der Q-Eins zugeteilt und ist da Q-Zwei.
00:28:18: Wobei es bis am Starttag hätte sein können.
00:28:23: wenn sozusagen einer von dem Team krank wird, wird das gesamte Team gewechselt.
00:28:27: Also wir haben dann ab Mai einer Neunzig nur mehr im Team trainiert.
00:28:30: Wenn da sozusagen einer ausfällt werden alle gewechselt, weil die miteinander so eingespielt sind.
00:28:36: Aber es sind immer bei jedem Raumflug zwei komplette Mannschaften sozusagen bereit und fahren hin und bis die sozusagen abheben, sind die anderen noch stand by.
00:28:45: Aber das war erst im Drei-Monat vom Start, wo's dann sehr viel wahrscheinlicher war dass der Franz fliegt.
00:28:51: Wobei eben damals Uns gesagt oder der Plan war, dass es noch weitere Raumflüge gibt.
00:28:56: So wie die Franzosen und die Deutschen haben wir dann auch mehr Raumflüsse gehabt.
00:28:59: Dass auch bei uns ein zweiter dritter Raumflug sein wird.
00:29:02: also ich habe schon gerechnet damit das zwei Jahre später ich dann fliegen werde.
00:29:08: was leider nicht so ist gewesen ist wieder Wissenschaftsminister gewechselt hat und kein Geld mit zur Verfügung gestellt wurde leider.
00:29:14: Ich
00:29:15: glaube das war ja damals bei den Apollo-Missionen so oder?
00:29:17: dass die Reservemannschaft sozusagen dann in der übernächsten Mission...
00:29:22: Auch in Russland war das so.
00:29:23: Also immer die Reserve Mannschaft war bei der nächsten Mannschaft Team eins und also sowas ist es immer üblich gewesen, ja?
00:29:31: Ja!
00:29:32: Dann die sicher unangenehme Frage immer wieder angeschaut wo dann auf ORF wird der Staat übertragen von der Soyuz?
00:29:43: Danke!
00:29:44: Wird der Stadt übertragend vom Soyuz Du bist dann im Studio gewesen als Experte.
00:29:50: Hast du das sozusagen mitkommentiert?
00:29:51: Ich war ein Christian Schüler, ich war in Baikonur.
00:29:53: Also beim Start selber war ich unten in Baikkonur also die Rakete war hinter uns und der Christian Schüler kann man gut erinnern.
00:30:00: aber damals da war euer F-Korrespondent in Russland mit dem wir jetzt zusammen kommentieren ja also in dem Moment habe ich mir schon gedacht ich würde sich gerne selber drinnen sitzen auf der anderen Seite Der Job, ja.
00:30:14: Und wir haben immer gewusst es wird jetzt nur einer von uns beiden fliegen können.
00:30:19: Wir waren auch wirklich gute Freunde.
00:30:21: Es war jetzt nicht so dass ich's im Neide gewesen wäre oder der den Franz Haakselgern gestellt hätte oder was auch immer.
00:30:28: Ich wär sehr gerne geflogen aber er auch und wir haben beide gut geeignet, wir haben beider einen guten Job gemacht und das ist halt nun mal so.
00:30:36: Ja Aber klar bis heute tut mir leid dass ich nicht drin gesessen bin Man kann halt nicht alles haben.
00:30:43: Ja
00:30:44: vor allem wenn man so weit kommt, also wie du zuerst gesagt hast eigentlich, man beginnt ja mal mit, naja sozusagen spült es
00:30:50: mit, weil... Ja und dann hat man einen Fuchtsig-Fuchtsigschaus, ja?
00:30:52: So ist das ja.
00:30:53: Andererseits jetzt die Geschichten ist dazu, dass die man wahnsinnig... Also wer erlebt zur Zeit in diesem Sternenstädtchen?
00:31:01: Da
00:31:01: hat Einblicke gehabt, die ganz besonders waren und exklusiv waren, die niemand anderer gehabt hatte die ich nicht missen möchte und Freundschaften geschlossen noch mit den ganzen Deutschen.
00:31:15: Wir haben irrsinnige Hits auch dort gehabt, es wurde gerade einfach.
00:31:21: die Deutschen waren super!
00:31:23: Die sind nach uns gekommen und typisch Deutsch.
00:31:26: Also wir sind dorthin gebracht worden von unserem Arzt und unserem Psychologen.
00:31:32: Nach drei Tagen war man allein.
00:31:34: Die Deutschen sind dann angreift mit einem Team, der den Top-Mann war das Sigmund Jén als ein deutscher Kosmonaut.
00:31:41: Der ist schon DDR Mann, der mit dem ersten deutschen Bildraum in den Siebzigern als DDR-Kosmonaut geflogen hat.
00:31:52: Also, man muss sich vorstellen zum Frühstück kriegste im Sternestädchen an Schweinsbraten mit Saft und Erde präparieren.
00:31:59: Was ist völlig irre?
00:32:00: Also Sachen die du fast gar nicht runter bringst aber der Kakarien hat schon gegessen.
00:32:04: deswegen musst du auch essen.
00:32:05: Wir haben uns da am Anfang den Brav mitgemacht Und dann musst du bei diesen ganzen Banketzern was auch sind Du musst doch eine... also für mich damals abartige Trinkfestigkeit haben.
00:32:20: Wenn du da jetzt nicht einmal den Wodka dann mittrinkst oder so, dann bist du da kein Musik.
00:32:26: Dann bist du keine Ahnung.
00:32:27: Dann wirst du nicht akzeptiert.
00:32:29: Also Alkohol trinken?
00:32:31: Nee!
00:32:32: Das kommt doch nicht in Frage.
00:32:33: Wir sind hier im Training und die sind ja ganz anders dahergekommen.
00:32:38: Und
00:32:39: der Frager, die haben dich als begrüßt, sind gekommen drei Monate nach uns und haben auch den Flug danach uns gehabt.
00:32:46: Und das Erste was wir gemacht haben, dass wir ihnen Wir haben eine Palette Bier organisiert, wir haben noch ein Geschichte zwischendurch.
00:32:54: Bier gab es nicht zu kaufen!
00:32:56: Die haben da immer so Quass... also das ist so ein komisches... was nicht?
00:33:03: Also irgendwie ein Bierersatz, was gerade ich ist und sonst halt Wodka oder gar nichts.
00:33:07: Und wir wollten das eigentlich nicht, sondern haben uns gefällt dass man Bier kriegen und haben alle zwei drei Monate von der Botschaft was bestehen können für unsere damals dann militärische Zuständig.
00:33:17: Und wir haben den Anrufen so nach einem Monatsgebiet besorgen, zwei Balletten Bier.
00:33:23: Das waren zwei Balleten ... also zwanziger Dosen oder was das damals war, eh nicht viel.
00:33:31: Dann haben sie uns angerufen aus der Botschaft, dass das Bier ist da.
00:33:33: Okay dann haben wir den Russen gesagt, damit hat man noch kein eigenes Auto und es wird ziemlich am Auffall.
00:33:38: Und jedes Mal, wenn wir nach Russland, nach Moskau reingefahren sind, ist uns auch immer in ein KGB-Auto nachgefahren.
00:33:43: Wir haben das schon gewusst, es ist ein schwarzer Volker mit zwei Typen drinnen die führen uns entweder oder fahren uns nach oder so... Die waren eh nicht!
00:33:50: Die sollten auf uns aufpassen.
00:33:52: prima, dass uns in Moskauer nix passiert weil Millionen statt und Kriminalität und wasrieren.
00:33:57: und kein größeres Skandal für die Sowjetanäuren, wenn den ausländischen Kosminaten dort etwas passiert.
00:34:02: Das sind eigentlich um auf uns zu passen mitgefahren Und wir haben angerufen in dem Flurpark und gesagt, wir müssen das aus der Botschaft holen.
00:34:10: Einen größeren Transport!
00:34:11: Haben die einen riesigen Lkw so einen Sechsaxer uns zur Verfügung gestellt?
00:34:18: Und sind mit dem schwarzen Volga zur Botschaft hinein.
00:34:23: Die ist dann da näher vom Kreme... ...und sind vor der Botschaft dieser riesige Lkwae.
00:34:29: Wir leuten auch dort unter Militär.
00:34:34: Also da kommt zum Botschafter, die Kosmonaten warraten da und sie holten das Bier ab.
00:34:39: Und dann haben es zwei so Palettenbier auf dem Gysnelkabin.
00:34:44: Und den Sagen Sterne stecken waren.
00:34:47: Ja also, Skurril hat mit den Deutschen gekommen sind, haben wir uns mit einer Palette Bier gesagt, dass braucht sie da dringend?
00:34:55: Nee!
00:34:56: Also nach zwei Monaten war das auch schon vorbei, haben die Deutschen angesehen Es geht hier nicht Sie können sich mit ihrer Geschichte... nicht durchsetzen, weil sie kamen so wir wissen das alles besser.
00:35:06: und na und wir essen da eher unser Müsli zum Frühstück und so.
00:35:10: Und wie haben gesagt?
00:35:11: Das könnt ihr vergessen!
00:35:12: Der Kargarin hat in der frühen Schweinsbrandung funktioniert nicht.
00:35:16: Die Deutschen sind auch eingesehen dass es sich nicht anders geht.
00:35:20: Weiß ich es nicht lustig.
00:35:25: Also unabhängig ob jetzt Flug oder nichts Du hast ja unweigerlich in der Ausbildung auseinandersetzen müssen damit, dass das jetzt nicht unbedingt ein ganzer Sicherheitsunterfangen ist.
00:35:37: Also sprich, dass es einfach auch ein gewisses Risiko birgt.
00:35:41: War dies während der Ausbildung ein Thema?
00:35:42: Hast du da Gedanken gemacht drüber?
00:35:44: Eigentlich nicht.
00:35:45: also wir hatten immer das Gefühl, dass alles sehr sicher ist.
00:35:48: Wir durften aber zum Beispiel niemals im selben Flugzeug fliegen.
00:35:54: Inhalb Russland sind auch viel herumgeflogen zum Meeresüberlebenstraining auf die Halbinsel Krin damals.
00:35:59: Nach Baikonur, auch wenn wir nach Wien geflogen sind, wir waren zwischendurch ein paar Mal in Österreich durften bei der Aua nicht im selben Flugzeug fliegen sondern wir mussten in zwei verschiedenen Flugzeuge nach Wen und von wieder Moskau fliegen damit wenn es abstürzt dann mit dem nur einen trifft.
00:36:13: also so solche Sicherheitsmaßnahmen haben sie damals schon getroffen.
00:36:17: aber wie hatten jetzt nie das Gefühl dass das irgendwie unsicher ist?
00:36:21: Sie haben auch einen ganz anderen Zugang gehabt als die andere Karna.
00:36:25: Also das Virus-Raumschiff, das oben eine Rettungsraquete hat, dass sozusagen der bemannte Kapsel wegzieht was auch vor ein paar Jahren zunächst zum Einsatz kam und die alle gut überlebt haben... Das Shuttle hat kein Rettungssystem gehabt, ne?
00:36:40: Challange & Columbia zweimal alles kaputt, alle tot!
00:36:44: Und bei den Russen eigentlich nix.
00:36:46: Die haben auch niemals den Staat verschoben.
00:36:48: Ja also die Russen Wintersturen war so immer Wir starten.
00:36:53: Die Amerikaner, die ein Ventil macht, siebenundzwanzigmal wird der Staat verschoben werden.
00:36:58: Bei den Russen war das nicht.
00:36:59: Also die haben irgendwie auch so vom Motto wir haben genügend Schub und wenn eines von den Seitenstufen ausfällt beim Start ist das Arbeit nicht zu kommen noch immer gut hinauf also mit einer anderen Mentalität und unser Gefühl war dass die auf die Sicherheit sehr viel Rücksicht nehmen auf das wie es den Leuten geht.
00:37:21: Auch die Redundanz der Systeme, also kann man nur erinnern dass das Andocksystem war.
00:37:28: Das andockende Soyuz Raumschiff ist an der Mierstation hat damals im Prinzip ein Computer gemacht Und wir haben das auch geübt am Simulator.
00:37:36: Damals war es noch nicht Simulator-Computer, sondern das waren wirklich kleine Modelle die da so sich angedockt haben wie du irgendwo durchgesehen hast.
00:37:45: Also das war gebaut.
00:37:46: also das war alles extrem analog natürlich noch in den Anfang der neunziger Jahre.
00:37:53: aber dieser Computer, da gab's einen zweiten redundanten Computer Aber wir haben es permanent geübt mit, also wir selber haben das nicht gestartet.
00:38:01: Wir sind Trink-Sesson mit Kommandanten und Boardingenieur an die Antragmanöver, weil ich gesagt habe ja es gibt zwar zwei Computersysteme die machen aber fällt aus und vielleicht zweimal aus, aber Hand funktioniert immer.
00:38:15: Also das war auch da so, sie haben gewusst... Jeder von denen hat sein Auto reparieren können.
00:38:24: Seine Volga oder Lada heisst nicht, das ist ein Schokolidort, sondern in der Werkstatt und zur Abstetzung können wir auch reparieren.
00:38:37: Hat es irgendwie den Blick aufs Leben verändert?
00:38:41: die ganze Geschichte?
00:38:42: Die ganze Erfahrung?
00:38:43: Ja doch schon weil's einfach ... Das sieht man auch heute noch, wo auch wirklich Auch heute noch Russ und Amerikaner zusammen in der internationalen Raumstation arbeiten.
00:38:55: Wie lächerlich das alles ist, dass wir uns da gegenseitig unten umbringen.
00:39:00: Das war schon in sehr vielen Gesprächen mit geflogenen Astronauten und Kosmonauten, dass du einen anderen Blick auf die Erde hast.
00:39:10: Es sind alle miteinander gut!
00:39:13: Ich glaube schon, dass dann du beginnst weiterzudenken und die Größe des Universums anders siehst?
00:39:20: Gerade jetzt wieder, wie ich gelesen habe das die Voyager Sonde, die Anfang des Siebziger gestartet ist mit einer Metallplatine wo der Waldhemd ja damals unter Generalsekretär war.
00:39:32: Die Stimme ist glaube ich drauf und so ein paar Sodaten über die Erde.
00:39:36: Die ist jetzt einen Lichttag von der Erde entfernt und fliegt mit, ich glaub, vierzigtausend kmH.
00:39:45: Die ASST hat glaube ich acht oder zwanzigtausende kmH Und jetzt die Atem ist, die zum Mond geflogen ist.
00:39:51: Die waren glaube ich dreißtausend Kmh oder so schnell.
00:39:54: Also das ist wirklich das schnellste Objekt, das jemals gebaut wurde und geflog.
00:39:58: Das fliegt noch immer von der Erde weg und ist jetzt erst seit den Anfang des Siebziger eine Lichttag entfernt.
00:40:04: Braucht aber um bis zur nächsten Materiestehen oder was auch immer zu kommen nach fünfzig tausend Lichtjahre?
00:40:11: Also das is echt weit!
00:40:13: Das ist echt lang.
00:40:16: Und das ist aber nur mal die Milchstraße, dass nächstes Jahr in der Nähe ist und immer wieder wenn man sich so was vorstellt, denkt man sich... Ist doch absurd!
00:40:27: And you think you're the center of the universe?
00:40:30: Also das bist echt nett.
00:40:35: Man lernt schon eine gewisse Distanz und auch eine Liebe zu den Planeten Die man damals kennengelernt, haben sich auch damals schon Gedanken gemacht über Umweltschutz etc.
00:40:46: Also das haben damals gesehen die Feuer vom Irak Krieg aus dem Weltraum und haben das bedenklich gefunden.
00:40:53: also ich denke schon dass es die Sicht verändert.
00:40:55: ja wenn's geht sollte das sollten viele so denken.
00:41:00: Hast du nur Kontakt zu ehemaligen Kolleginnen und Kollegen in der Raumfahrt?
00:41:05: Außer zum Franz eigentlich nicht von russischer Seite zu Freunden, also zu meinem Train und so.
00:41:14: Da war ich noch Prozentkontakt nach Russland aber sonst zu Kosmonauten nicht.
00:41:18: Aber da führt der Franz mehr, weil da gibt es auch den ICE-Kongress, jedes Jahr als der Association of Space Explorers, wo alle sich treffen die jemals... Ich glaube du musst die Erde einmal zumindest einmal umkreisthandt dann bist du damit geltet.
00:41:31: Also die, die nur mit einem Jeff Bezos ballistisch raufliegen zehn Minuten oben und wieder runter, die sind ja glaube ich nicht Mitglieder, aber ich glaube alle die zumindest einmal omkreisht haben
00:41:41: Das interessiert mich persönlich.
00:41:42: Du hast vorher angesprochen, Sport, Ratsport, wo vorher geredet ist ein wichtiges Thema bei dir.
00:41:49: nach dem Ausflug nach Russland gab es dann die Medizin?
00:41:52: Ist das für die abgeschlossene Kapitel oder... Der
00:41:55: Weltraum!
00:41:56: Ja
00:41:56: Also insofern abgeschlossen als ich nicht annehme dass ich selber damit noch was zu tun habe, aber Interessieren durch mich nach wie vor sehr.
00:42:04: Zum Beispiel jetzt gerade nicht die Atemismission die zugleich stattgefunden hat mit der Bombardierung des Iran-Erders, denke ich mir.
00:42:13: Das ist doch so viel geiler, da diese Atemismus und die zu viert um den Mond herumfliegen noch niemand war jemand soweit weg von der Erde und machen so schöne Aufnahmen und das ist etwas uns verändert und verbindet ja?
00:42:27: Und da ist es so ein Schwachsinn, ein Blödsinn... Ja also faszinierend tut's mich nach wie vor alles was in die Richtung passiert Und wir könnten das so viel Interessantes machen, wenn man das ganze Geld hineinsteckt in Forschung und Mondstationen.
00:42:45: Und Maßflug
00:42:46: etc.,
00:42:47: finde ich wahnsinnig interessant!
00:42:48: Ich hoffe dass es alles stattfindet und ich noch es erleben werde, dass jemand am Maß landet.
00:42:53: Mich fasziniert's nach wie vor sehr...
00:42:54: Wie hoch sind die Chancen?
00:42:57: Oder wann schätzt du wird ein Mensch auf den Maß fliegen?
00:43:00: Wann wird das sein?
00:43:01: Deiner Meinung nach
00:43:02: Technisch gesehen wird es sicher in den zwei Tausend Dreißigern möglich sein.
00:43:06: Schauen wir mal, ob sie das finanzieren.
00:43:07: Also zuerst müssen sich die Mondstation noch einmal machen und wieder Leute auf dem Mond bringen was jetzt für nächstes Jahr geplant ist.
00:43:16: Wann nicht wieder irgendwo ein anderer Präsident kommt und das Geld vielleicht abtretet oder so wie man beim Transpels immer auch nichts im Einfall hat.
00:43:24: Aber es ist im Moment schon eine Prestige Sache weil die Amerikaner zusammen mit den Europäern ja auch vor den Chinesen um.
00:43:31: sein wollen.
00:43:31: Und die Knesen machen sonst ihr eigenes Ding und das glaube ich, wenn sich die Amerikaner nicht nehmen lassen, dass sie da zweites sind?
00:43:37: Das würde es sich sehr wohl erwähnen.
00:43:39: Ja, Klemens Schelangsam komme ich zum Abschluss eben noch ein paar persönliche Fragen.
00:43:45: Und zwar würde mich interessieren hast du gibt's in deinem Leben sowas gewohnheit, der Glanzritual, dass der Leben besser macht?
00:43:51: Also für mich ist tatsächlich Sport so ein Ritual, das ich versuche fast jeden Tag irgendwie einzubauen.
00:44:00: also Eine Stunde laufen geht fast immer irgendwo, eine Stunde schwimmen oder so.
00:44:05: Weil mich das... Das ist meine Psychotherapie sozusagen.
00:44:09: Also das holt mich auch runter von allem was mir ärgert oder belastet oder steißt oder sowas immer.
00:44:16: Ich bin glaube ich sehr belastbar oder stressresistent und bin auch jemand der fast alles durchhält bis zum Ende.
00:44:24: aber das nimmt man halt auch mit.
00:44:28: Wahrscheinlich könnte ich es sonst zum Saufen anfangen oder was auch immer, aber stattdessen Sport machen eine Stunde und der Kopf ist wieder gut und sauber.
00:44:35: Und klar, du kennst das als Radelfahrer.
00:44:37: Man denkt wieder an irgendwas anderes, man schlaft gut.
00:44:40: also das ist schon so ein Ritual dass sich eigentlich versuche jeden Tag in mein Leben irgendwie einzubauen.
00:44:47: Was ist so ein Tipp?
00:44:48: demst Du den, den du deinem fünfzehnjährigen Ich geben würdest mit der Erfahrungsliste hast?
00:44:55: Trau dich!
00:44:56: Früher Sachen machen, die du von denen glaubst, dass du dir das nicht zutrauen könntest.
00:45:02: Ich weiß genau, ich würde mir mit sechs oder siebzehn Jahren ganz kein Pilot werden.
00:45:07: Das war so irgendwie ein Jugendraum.
00:45:10: Ich habe später dann den Pilotenschein gemacht aber fliege jetzt nicht mehr.
00:45:13: Mit siebzen Jahren hat einer einen Pilotenstein gemacht, der eine über mich in der Schule war.
00:45:19: Den hat er auch genommen.
00:45:21: Und wenn man erzählt, wie schwierig das ist und alle freuen, dann sagt er schaffst du nicht.
00:45:25: Das ist viel zu erwarten, sondern immer dachte ich, Piloten sind Quatsch!
00:45:30: Du lieber Medizin studieren, mein Vater und Großvater und Onkel, was auch immer, ist gescheiter.
00:45:36: Demen im Nachhinein gesehen hätte ich den wahrscheinlich hundertmal geschafft in Pilotenschein.
00:45:41: aber ja also das würde ich mir sagen trau die mehr zu, glaub an dich.
00:45:48: Redest du die Werbung von einer Bank nach?
00:45:51: Aber es stimmt.
00:45:52: Und wie man sieht, kann ja dann wirklich, wenn man auf dieses Inserat sich meldet... Ja, mach
00:45:57: ich das funktioniert dann.
00:45:58: Kann sich auch funktionieren!
00:45:59: Was muss ich machen, wenn ich Kosmonaut austronaut werden
00:46:02: will?!
00:46:03: Ist das so oft, dass er jetzt schon vorbereiten kann?
00:46:05: Na ja.
00:46:06: Also grundsätzlich muss man sehr gesund sein und es ist eine Grundvoraussetzung auch eine gewisse Größe.
00:46:12: Ich wäre fast zu groß gewesen.
00:46:14: also meine Scheitelsteißlinge war eigentlich zu groß, hab mir immer beim Abmessen versucht kleiner zu machen weil das ein gewisses Limit ist.
00:46:23: ich glaube ich bin mit eines Viernachtzig der größte gewesen, der je in der Miastation gewesen ist.
00:46:28: Ja gute Zähne musst haben Es gibt nichts Spezielles.
00:46:32: Also die meisten sind, die ich kenn, einfach irrsinnig normal, also ganz normale Typen.
00:46:38: Du brauchst nicht besonders sportlich sein, nicht besonders... Ja, eine gewisse Grundintelligenz ist schon nicht schlecht.
00:46:45: Also es gibt irrsintig für Intelligenztests, den man da absolvieren muss.
00:46:49: aber das ist jetzt alles nicht unschaffbar.
00:46:52: Ich glaube, dass wichtig ist, dass man eher entspannt ist.
00:46:55: Also Stressresistent, dass wir auch in Situationen dich sehr belassen, was du da drückt, bleibst und nicht ausflippst.
00:47:03: Und auf der einen Seite auch Befehle akzeptierst.
00:47:07: also wenn dir jemand bei Funk sagt den und den Knopf drücken dann musst du den drücken und nicht darüber nachdenken ob das jetzt schlecht ist oder blöd sondern das halt machen und auf der anderen Seite auch improvisieren können also wann der Funk-Kontakt ausfällt und die Mannschaft selber improvisieren muss was jetzt also auch dass machen.
00:47:24: ja also das waren so die Grund Dinge die wir uns dort immer wieder gesagt haben mit Psychologengespräche ohne Ende gehabt.
00:47:33: Am Schluss war es schon so, dass ich schon geahnt habe, was die Psychologen von mir wollen und sie den schon die Antworten gegeben haben bevor wir überhaupt etwas gefragt haben.
00:47:41: Also das ... ja, der Psycholog und ich ist so ein eigenes Thema.
00:47:48: Wie schaffst du das mit diesem Stress dann um?
00:47:50: Offensichtlich bist du ausgewählt worden.
00:47:53: Du hast das dort quasi geschafft in die Auswahl.
00:47:58: Das heißt, Die Russen haben gesagt, du gehst ja gar nicht mit Stress umgehen.
00:48:01: Offensichtlich bist du in der Tätigkeit als Neurochirurg.
00:48:05: Ah, es ist auch eine Tätigkeiten, die du dann solche Situationen erlebst.
00:48:09: Gibt's da irgendwas?
00:48:11: Kannst du das einfach oder kann man das lernen?
00:48:14: Ich glaube schon, dass ich das lernen kann.
00:48:16: Es ist ja nicht jeder von vorneweg so, dass er alles kann sondern man kann sich herantasten.
00:48:23: aber es gibt viele, die an sowas scheitern.
00:48:26: also ich kenne auch Kollegen Beruf mehr oder weniger teil aufgegeben haben.
00:48:32: Oder diese Fachrichtung aufgegeben haben, weil sie sagen das ist einfach zu stressig.
00:48:37: Es gibt viele Ärzte die wollen keine Nachtinste machen oder die werden halt dann lieber was in den Schulärzte, Kuhärzte... Also es findet jeder seine Nische!
00:48:48: Es muss ja nicht jeder so belastbar sein.
00:48:50: Aber ich glaube schon dass man's lernen
00:48:52: kann.
00:48:53: Gut Lieber Clemens Lotthaler, dann sage ich vielen Dank für die wirklich spannende Reise in deine aktuelle Tätigkeit zurück in die Vergangenheit und das Sternenstädtchen.
00:49:04: Die können wir wirklich lange zuhören.
00:49:06: Danke!
00:49:07: Wie war dein Rahmen da?
00:49:08: Also deine Zeit jetzt da nicht überbordend ausnutzen.
00:49:12: Deswegen sage ich viel Dank für diese Erzählung.
00:49:14: Ich
00:49:15: freue mich ja hoffentlich finden viele Zuhörerinnen dieses Gesprächs.
00:49:19: Ich bin mir sicher dass es für sehr viel sehr interessant ist.
00:49:22: Ich würde mich freuen.
00:49:23: Und ist ja doch ein Stück österreicher Geschichte, muss man sagen?
00:49:26: Ja, so alt bin ich schon.
00:49:29: Das wollte nicht despektiv
00:49:30: gemacht werden, das war als Kompromiss geworden.
00:49:33: Okay, lieber Klemmens vielen Dank!
00:49:35: Gerne.
00:49:35: Ciao.
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